Die digitale Denkweise - wie die Digitalisierung unser Handeln beeinflusst

Eine bahnbrechende Studie machte Julia Shaw über Nacht zum Shooting Star der Rechtspsychologie. Anhand von kreativer Suggestion redete sie Menschen ein, sie hätten emotionale Dinge - sogar Straftaten - erlebt, die tatsächlich nie passiert waren. Seitdem nennt man sie die Memory Hackerin. Mit ihrem internationalen Bestseller „Das trügerische Gedächtnis: Wie unser Gehirn Erinnerungen fälscht“ gibt sie – ebenso wie in ihren aufschlussreichen Vorträgen - sehr kundig und anschaulich Einblick in die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung.

Die Tochter eines Kanadiers und einer Deutschen kommt 1987 in Köln zur Welt und wächst in Kanada auf. Nach dem Studium der Psychologie an der Simon Fraser University geht sie in die Niederlande und macht dort an der Universität Maastricht den Master of Science in Psychologie und Rechtswissenschaften. Zurück in Kanada promoviert Julia Shaw in Psychologie an der University of British Columbia. 2013 nimmt sie eine Stelle als Lecturer für forensische Psychologie an der University of Bedfordshire an und wechselt zwei Jahre später als Dozentin und Wissenschaftlerin in der Abteilung für Rechts- und Sozialwissenschaften an die London South Bank University. Seit 2017 forscht sie an der UCL (University College London) im Bereich der Rechtspsychologie, Erinnerung und Künstlichen Intelligenz und gründet im gleichen Jahr im Silicon Valley eine Firma, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz versucht, gegen Diskriminierung in der Wirtschaft vorzugehen. Sie berät Polizei, Bundeswehr, Rechtsanwälte, Justiz und Wirtschaft - in deutsch- und englischsprachigen Ländern.

Shaws Kolumne über Gedächtnis-Phänomene erscheint regelmäßig bei Scientific American. Über ihre Arbeit berichteten internationale Zeitschriften und Magazine, zudem ist sie ein gern gesehener Talkshowgast und Expertin für TV-Dokumentationen. Julia Shaw ist eine vielgefragte Rednerin, die nicht nur verblüffende Einblicke in die wahnwitzigen Mechanismen unseres Gehirns gibt , sie wirft zugleich - auf der Grundlage neuester Erkenntnisse von Neurowissenschaft und Psychologie, sowie ihrer eigenen Forschung - einen Blick in die Zukunft.

Sita Mazumder promovierte 2001 am Swiss Banking Institute der Universität Zürich mit summa cum laude. 2002 wurde ihre Dissertation „Die Sorgfalt der Schweizer Banken im Lichte der Korruptionsprävention und –bekämpfung“ mit dem Jahresforschungspreis der Universität Zürich ausgezeichnet. Sie studierte zunächst Ingenieurwissenschaften an der Eidg. Technischen Hochschule Zürich, von wo sie später an die Universität Zürich wechselte. 1999 schloss sie den Master of Science in Wirtschaftswissenschaften ab.

Ihr akademischer Weg führte sie unter anderem an die Leonard N. Stern School of Business der New York University, wo sie ihren PostDoc absolvierte, die Inholland Universität in den Niederlanden, die University of the Fraser Valley in Vancouver, Kanada.

2011 wurde Sita Mazumder vom US Department of State für das International Visitor Leadership Programm von Hillary Clinton ausgewählt.

Gegenwärtig ist Sita Professorin am Departementen Informatik der Hochschule Luzern. Sie doziert darüber hinaus an verschiedenen Institutionen im In- und Ausland, bspw. Luxembourg School of Business. Ihr beruflicher Werdegang umfasst nebst weiteren die Eidg. Bankenkommission (heutige FINMA), UBS AG, oprandi & partner und ihre frühere Firma. Sita Mazumder führt nebenbei ihr eigenes Beratungsunternehmen PURPLE Consult, wirkt als Verwaltungsrätin und Vorstand unter anderem bei der Clientis Gruppe, Hiltl, aeB und ist Kommissionsmitglied der Eidg. Elektrizitätskommission ElCom. Zusätzlich ist sie Autorin zahlreicher Bücher und Artikel und verfasst regelmässig Kolumnen.

Moderator: Marc Jäggi ist seit 1998 im Radio zu hören. Zuerst in Bern beim damaligen Radio Förderband (heute Energy Bern), dann während 7 Jahren in verschiedenen Funktionen bei Radio 24. Nach kurzer Zeit bei SRF1 hat er zusammen mit Medienpionier Roger Schawinski Radio 1 aus der Taufe gehoben. Dort ist er bis heute Morgenmoderator, Moderationsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung. Ausserdem hat er die Kult-Talkshow „Roger gegen Roger“ (heute Roger gegen Markus) erfunden. Daneben doziert er an der Schweizer Journalistenschule MAZ zum Thema „Comedy am Radio“.